SULM – Schweizerische Union für Labormedizin | Union Suisse de Médecine de Laboratoire | Swiss Union of Laboratory Medicine

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Coronapandemie: testen, testen, testen

Es ist traurig, dass durch solche Umstände die Bedeutung der Labormedizin hervorgehoben wird. Beeindruckend ist, wie rasch sehr gute Tests, vor allem auf PCR-Basis, weltweit entwickelt werden konnten. Dass der Bedarf die Produktions- und Lieferkapazitäten deutlich übertraf, war leider unausweichlich. Bedauerlicherweise gab es unschöne Episoden mit Exportblockaden und Beschlagnahmungen. Umgekehrt gab es auch grosse Solidarität, zum Beispiel hat eine IVD Company in China dem Kantonsspital Aarau 20‘000 Tests zu einem fairen Preis rasch zugeführt.

Sicher kann man feststellen, dass alle im Gesundheitswesen involvierten, auch die Labore mit ihrem Personal unter enormen Belastungen stehen. Sie alle machen einen hervorragenden «Job»! Bravo und Danke! Dieser Dank gilt natürlich darüber hinaus den unendlich vielen Personen, die ihr Bestes geben und mit kreativen Lösungen dazu beitragen, dass diese Krise zu einer Chance wird.

Es ist zu hoffen, dass die Pandemie möglichst rasch abklingt. Sicherlich wird man in Ruhe mit den «lessons learned» über die Bücher gehen. Zum Beispiel gehören Fledermäuse nicht auf den menschlichen Speisezettel, wichtige Medizinalgüter gehören in Pflichtlagerhaltung und deren Produktion gehört ins eigene Land.

Daraüber hinaus wünsche ich mir, dass die Bedeutung der Labormedizin wieder unter normalen Bedingungen wahrgenommen werden kann.

Andreas Huber Chefredaktor «pipette»


Die SULM – ein grosses Dach für die Welt im Kleinen +

Die Schweizerische Union für Labormedizin (SULM) setzt sich für eine effiziente, effektive und Patienten bezogene Labormedizin ein. Sie vertritt als Dachverband Fachgesellschaften und Organisationen aus dem Gesundheitswesen, aus der diagnostischen Industrie sowie Organisationen aus Regierung und Verwaltung.

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Vielfalt der Labormedizin +

Labormedizinische Leistungen werden in Arztpraxen, Apotheken, Spitälern und Privatlabors erbracht. Die Labormedizin gliedert sich in acht Bereiche, über 20 Fachgesellschaften und rund 10'000 Vollzeitstellen.

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Einheit im Engagement +

Das breite Spektrum der Labormedizin ist vereint in der SULM. Sie engagiert sich unter anderem in der Qualitätssicherung, dem Tarifwesen, der Weiterbildung oder der Öffentlichkeitsarbeit.

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pipette 01/2020: Antibiotikaresistenz und Antimicrobials | Résistance aux antibiotiques et antimicrobiens

Antibiotikaresistenz und Antimicrobials | Résistance aux antibiotiques et antimicrobiens
Antibiotika haben die Behandlung von Infektionskrankheiten grundlegend revolutioniert. Wie im ersten Artikel dieser Spezialausgabe zum Thema «antimikrobielle Substanzen» hervorgehoben wird, gibt es aber nur eine begrenzte Anzahl von Antibiotikagruppen, und gewisse erworbene Resistenzen verliehen den Bakterien eine Resistenz gegen sämtliche Antibiotika aus der gleichen Gruppe. Daher ist nach und nach eine verstärkte Prävalenz multiresistenter Keime zu befürchten, sofern Antibiotika nicht vernünftig und auf der Grundlage mikrobiologischer Diagnoseverfahren eingesetzt werden… > mehr

Olympiade der Schweizer Labormedizin - swissmedlab
Der 6. Swiss MedLab- Kongress, die Schweizer Labor-Olympiade, findet vom 23. bis 25. Juni 2020 in Bern (Bernexpo) statt. Unter einem Dach sind die wichtigen Anlässe der Labormedizin 2020 zusammengeführt: Generalversammlung der SGKC, labmed BMA-Tage, Abschlussteil der höheren Fachprüfung (HFP) für Expertinnen und Experten in biomedizinischer Analytik und Labormanagement sowie die FAMH Generalversammlung - um nur einige zu nennen. Die Abstract-Submission ist möglich bis nach Ostern (19. April) unter www.swissmedlab.ch/abstract > mehr

Antibiotika, Resistenzmechanismen, genetischer Austausch und Antibiotika-Resistenzbestimmung | Antibiotiques, mécanismes de résistance, échanges génétiques et tests de résistances aux antibiotiques
Auf dem Markt sind zahlreiche Antibiotika erhältlich. Es gibt jedoch relativ wenige Zielstrukturen, gegen die diese Antibiotika wirksam sind, und somit letztendlich auch wenige unterschiedliche Antibiotikagruppen. Da die gegen ein Antibiotikum einer Gruppe erworbenen Resistenzen oft eine Kreuzresistenz gegen die anderen Antibiotika aus derselben Gruppe nach sich ziehen, ist es angebracht, sich Gedanken über die Zunahme der erworbenen Resistenzen zu machen. Es sollte folglich dafür gesorgt werden, dass der Selektionsdruck durch einen adäquaten Einsatz von Antibiotika verringert und die Übertragung resistenter Klone mithilfe von epidemiologischen und Infektionsschutzmassnahmen verhindert wird… > mehr

Schnellere Diagnostik dank lebendig eingefangenen Bakterien | Un diagnostic plus rapide grâce à des bactéries capturées vivantes
Der Nachweis von bakteriellen Erregern einer Blutstrominfektion (Sepsis) dauert häufig zu lange. Alleine die Blutkultur zur Vermehrung der Bakterien dauert ein bis sieben Tage. In diesem Zeitfenster der Ungewissheit werden Patienten mit empirischen Breitspektrumantibiotika behandelt. Neue Technologien, die Bakterien direkt aus Patientenblut isolieren und nachweisen können, sind daher sehr gefragt. Dieser Artikel beschreibt neueste Entwicklungen der translationalen Forschung in diesem Gebiet. Insbesondere wird eine neuartige Strategie basierend auf kleinen Antikörperfragmenten, sogenannten Nanobodies, als Keimfänger vorgestellt, die im Rahmen des Nationalen Forschungsprogramms «Antimikrobielle Resistenz» (NFP 72) entwickelt werden… > mehr

Empirische Antibiotikatherapie: das Beispiel Sepsis | Antibiothérapie empirique: l’exemple du sepsis
Aufgrund der Mortalität bei Vorliegen einer Sepsis und eines septischen Schocks wird im Allgemeinen eine empirische Breitbandbehandlung empfohlen. Allerdings ist eine Deeskalation wünschenswert, um das Risiko einer Medikamententoxizität, einer Kolitis aufgrund des Erregers Clostridium difficile und den Selektionsdruck, der zur Auswahl multiresistenter Keime führt, zu verringern. Es wurden innovative Technologien wie die PCR geschaffen, dank der die Dauer bis zur Identifizierung der Krankheitserreger verkürzt und dadurch die Zeit bis zur Verabreichung einer geeigneten Antibiotikatherapie verringert werden kann… > mehr

Antimikrobielle Peptide: Eine Antibiotika- Alternative? | Peptides antimicrobiens: une alternative aux antibiotiques?
Der Anstieg an Infektionen, die durch multiresistente Bakterien hervorgerufen werden, und die begrenzte Anzahl an zur Verfügung stehenden neuen antibiotisch wirkenden Substanzen auf dem Markt zwingen die Forschung dazu, sich mit möglichen Antibiotika-Alternativen zu beschäftigen. Antimikrobielle Peptide sind Abwehrmoleküle, die von einer Vielzahl von Organismen produziert werden und eine Quelle für antibakterielle Substanzen darstellen könnten, die möglicherweise auch im klinischen Umfeld eingesetzt werden könnten. Auch wenn die Stabilität der antimikrobiellen Peptide noch verbessert und ihre Toxizität noch verringert werden muss, stellen sie wegen der geringen Anzahl erworbener Resistenzen eine interessante Alternative zu Antibiotika dar. Für die Zukunft kann man also für die effektive Behandlung von Infektionen, die auf resistente Bakterien zurückzuführen sind, über Kombinationstherapien aus antimikrobiellen Peptiden, Antibiotika und Phagen nachdenken, um so das Auftreten von resistenten Bakterienstämmen so weit wie möglich zu verhindern. > mehr

Kommunikation mit der breiten Öffentlichkeit zum Thema Antibiotika und Antibiotikaresistenzen | Communiquer avec le grand public à propos d’antibiotiques et de résistance aux antibiotiques
Antibiotika haben die Behandlung von Infektionskrankheiten revolutioniert. Unzureichende Kenntnisse über Antibiotika können jedoch zu einem inadäquaten Einsatz dieser Arzneimittel führen, sei es durch Übertherapie (Selbstmedikation, Behandlung bei Virusinfektionen) oder durch eine nicht ausreichende Compliance (Angst vor Nebenwirkungen, Bevorzugung alternativer Behandlungen). Somit erläutern wir in diesem kurzen Artikel, warum es wichtig ist, die Kommunikation mit der breiten Öffentlichkeit zu verstärken, und schlagen einige Kommunikationsansätze vor. > mehr

Branchenstudie – die Wertschöpfung der Schweizer In-vitro-Diagnostik-Branche
Die In-vitro-Diagnostik-Branche ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor und Arbeitgeber in der Schweizer Wirtschaft: Hersteller, Privat- und Spitallabore erzielten 2018 gemeinsam eine Wertschöpfung von CHF 2 Milliarden, mit einem Wachstum von 4% pro Jahr seit 2016. Sie beschäftigt rund 14 300 Personen (gemessen in Vollzeitstellen). Die Anzahl Beschäftigte wuchs seit 2016 um 6%… > mehr

Gesundheitswesen digital – Kommunikation in offenen und geschlossenen Systemen
Das Swiss eHealth Forum 2020 vom 5. und 6. März in Bern steht unter dem Motto «Entwicklung des Gesundheitswesens durch die Digitalisierung». Es geht um die zahlreichen neuen Wege und Möglichkeiten, bestehende Kommunikationsprozesse digital zu optimieren. Dabei stehen sich die Paradigmen der offenen und geschlossenen Systeme gegenüber – und dazwischen steht das elektronische Patientendossier… > mehr

Agenda

Verschoben wegen COVID-19: HICC 2020 - Haemostasis in Critical Care - Das neue Datum vom > mehr

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pipette 01/2020: Fokus: Antibiotikaresistenz und Antimicrobials | Résistance aux antibiotiques et antimicrobiens

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