SULM – Schweizerische Union für Labormedizin | Union Suisse de Médecine de Laboratoire | Swiss Union of Laboratory Medicine

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Die Labormedizin ist eine relativ junge Sparte im weiten Feld der Medizin. Sie beschäftigt sich mit der Untersuchung von Körperflüssigkeiten und -ausscheidungen sowie Gewebe. Also Blut, Urin, Gelenkflüssigkeiten, Ergüsse, Liquor, Sperma, Stuhl und Zellen. Die Labormedizin gliedert sich in folgende Bereiche:

  • Klinische Chemie (Enzyme, Stoffwechsel, Elektrolyte, Blutzucker, Drogen, Medikamente etc.)
  • Endokrinologie (Hormone)
  • Hämatologie (Blutkörperchen, Gerinnung)
  • Immunologie (gesunde und krankhafte Abwehrreaktionen)
  • Serologie (z.B. Blutgruppenunvertäglichkeiten, Antikörper bei erlittenen Erkrankungen)
  • Mikrobiologie (Vermehrung zur Identifizierung von Bakterien und Viren)
  • Parasitologie (Würmer, Flöhe, Malaria)
  • Molekularbiologische- und genetische Analytik


Ca. 60 bis 70% aller medizinischen Diagnosen und Entscheidungen stützen sich auf labormedizinischen Testmethoden.


Labormedizin verursacht 2% der Kosten im Gesundheitswesen.


Die Labormedizin in der Schweiz bildet rund 10’000 Vollzeitstellen. Berücksichtigt man die reinen Kosten, die durch labormedizinische Analysen entstehen, betragen diese lediglich ca. zwei Prozent der Gesamtkosten im Schweizerischen Gesundheitswesen, also annähernd 1,2 Milliarden Franken pro Jahr.
Man schätzt jedoch, dass ca. 60 bis 70 Prozent aller medizinischen Diagnosen und Entscheidungen auf labormedizinischen Testmethoden beruhen. Es sind vorwiegend Methoden, die auf molekularem Niveau Ursachen und Mechanismen erkennen lassen.
Rund die Hälfte aller labormedizinischen Aktivitäten finden im Rahmen der ca. 7000 Laboratorien privater Arztpraxen statt. Deren Analytik – sie umfasst ca. 50 verschiedene Parameter – unterstützt die Arbeit der niedergelassenen Ärzte im Sinne des Präsenzlabors, die häufigsten Analysen können also direkt in der Praxis vorgenommen werden.
Die andere Hälfte der labormedizinischen Aktivitäten findet in Privatlaboratorien (um die 50 Labors in der Schweiz), oder in Laboratorien der öffentlichen Hand statt, also Spitälern, die primär für den Eigenbedarf arbeiten. Diese grossen Laboratorien erbringen zunehmend auch für kleinere Kliniken und private Arztpraxen ihre Dienstleistungen, ein Konzentrationsprozess findet statt.

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pipette 05/2017: Mikrobiologie | Microbiologie

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